der Gott der Stadt

Auf einem Häuserblocke sitzt er breit.
Die Winde lagern schwarz um seine Stirn.
Er schaut voll Wut, wo fern in Einsamkeit
Die letzten Häuser in das Land verirrn.
Vom Abend glänzt der rote Bauch dem Baal,
Die großen Städte knien um ihn her.
Der Kirchenglocken ungeheure Zahl
Wogt auf zu ihm aus schwarzer Türme Meer.
Wie Korybanten – Tanz dröhnt die Musik
Der Millionen durch die Straßen laut.
Der Schlote Rauch, die Wolken der Fabrik
Ziehn auf zu ihm, wie Duft von Weihrauch blaut.
Das Wetter schwelt in seinen Augenbrauen.
Der dunkle Abend wird in Nacht betäubt.
Die Stürme flattern, die wie Geier schauen
Von seinem Haupthaar, das im Zorne sträubt.
Er streckt ins Dunkel seine Fleischerfaust.
Er schüttelt sie. Ein Meer von Feuer jagt
Durch eine Straße. Und der Glutqualm braust
Und frisst sie auf, bis spät der Morgen tagt.

-Georg Heym

Die Literaturepoche des Expressionismus hat mich irgendwie schon immer inspiriert und mich begeistert. Ich mag die Stimmung, die in den Werken herrscht und vor allem Georg Heym hat es mir angetan. Umso mehr hab ich mich gefreut, als ich gesehen hab, dass Christiane Neudecker ein Buch in dem er Teil ist, geschrieben hat und sein bekanntestes Werk als Titel verwendet worden ist.

Ein paar Jahre nach der Wende zieht Katharina von Nürnberg nach Berlin, um dort ein Regiestudium zu absolvieren. Als am 16. Januar ein Kommilitone erhängt im Theatersaal stirbt, ahnt noch keiner eine Verbindung zu Georg Heyms ertrinken am 16. Januar 1912, dessen Faust-Fragment auf dieser Bühne gespielt werden sollte.

Ein wirklich gelungener Roman, der mich noch mehr in diese expressionistische Welt entführt hat. Christiane Neudecker hat einen fantastischen Schreibstil, unglaublich atmosphärisch und hat mich damit komplett in ihren Bann gezogen.
Außerdem konnte ich diesem Buch auch noch viel über meinen Lieblingsexpressionisten und dessen Faust-Fragments lernen, denn die Autorin schafft es Wirklichkeit und Fiktion verdammt gut zu vermischen!

Ich hab jetzt auf alle Fälle große Lust mir einen Gedichtband von Georg Heym zu holen und noch mehr über diesen Expressionisten kennen zu lernen.

magisches Stricken

Damals in der 3. Klasse hatten wir das glorreiche Fach „Werken“. Mein absolutes Lieblingsfach, da wir gebastelt haben und viele tolle Dinge aus verschiedensten Materialien geschaffen haben. Außerdem durfte ich dort Stricken lernen. Meine gestrickte Schlange war sagenhafte 1,5 Meter lang und hat mir eine Tüte Haribo Goldbären eingebracht, da sie die längste Schlange in der Klasse war.

Seitdem hab ich die Stricknadeln ruhen lassen, obwohl sich ja eigentlich schon damals eine steile Strickkarriere angebahnt hatte. Doch letzes Jahr hab ich mein letztes Paar selbstgestrickte Socken wegschmeisen müssen und meine Oma kann mir alterbedingt leider keine neuen mehr Stricken. Meine Mama war leider nie so wirklich an Handarbeit interessiert und hat es demnach auch nie wirklich lernen wollen, also blieb mir nichts anderes übrig als selbst wieder zu den Nadeln zu greifen. Also fing ich vor einigen Wochen mit dem Socken stricken an. Noch sind diese etwas löchrig und voller Fehler, aber Übung macht bekanntlich den Meister.

Bei einer Recherche für eine Kundin bin ich vor 2 Monaten dann auf das Buch “ Harry Potter – Magisches Stricken“ aus dem Frech Verlag gestoßen und hab mich verliebt. Als Potterhead musste ich es einfach haben, um mir meine eigenen Klamotten zu stricken. Daher hab ich es kuzerhand beim Verlag angefragt. Vielen lieben Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar.
Ich wollte schon immer einen Ravenclaw-Hausschal besitzen, fand die Preise aber immer etwas heftig, daher lag es nahe, dass mein erstes Projekt der Hausschal wird, dazu aber später mehr.

Das Buch enthält 28 Modelle in 5 verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Von Pullovern, bis zu Socken und Kuscheltieren ist alles dabei, und natürlich alles Harry Potter inspiriert. Zu jedem Werk gibt es außerdem eine kleine Einleitung, woher die Idee stammt, und wo sie in den Filmen zu sehen ist. Schade, dass man hier nicht auch auf die Bücher eingegangen ist.
Danach findet man eine Liste der Dinge, die man für das jeweilige Projekt braucht sowie Größenangaben und die Maschenprobe. Darauf folgt dann auch schon das wichtigste: die Anleitung. Wer noch nie eine Strickanleitung gelesen hat, wird zunächst überfordert sein, da viel abgekürzt wird und einige Fachbegriffe dabei sind, die ich damals in der Grundschule leider nicht gelernt habe und auch so in keinem normalen Gespräch fallen.
Dafür gibt es aber glücklicherweise ein Glossar im hinteren Teil des Buches und wenn man sich etwas konzentriert und hineingefuchst hat, liest sich solch eine Anleitung auch schon fast wie ein Roman, aber eben nur fast.

Das Buch ist übrigens im Original in Englisch erschienen und wurde vom Frech Verlag ins Deutsche übersetzt. Das merkt man vor allem dann, wenn man die richtige Wolle für sein Projekt kaufen möchte. Leider hat der Verlag hier nur die englischen Shops am Ende des Buches aufgeführt. Hier zahlt man nach Deutschland leider nochmal viele Versandkosten, weshalb die Wolle vor allem in der Corona-Zeit, in der sowieso alles länger dauert, keine Option war.
Da ich mich bisher mit Wolle nicht auskannte, hab ich nach kurzer Recherche im Internet die Catania Wolle der Firma Schachenmayr gekauft. Im Nachhinein hab ich herausgefunden, dass diese sehr viel dünner als die verwendete Wolle im Buch ist. Daher musste ich schon bei meinem ersten Projekt etwas tricksen und mehr Maschen aufnehmen, als in der Anleitung angegeben sind. Außerdem musste ich meine Reihenanzahl zum Farbwechsel etwas anpassen, da auch die Reihen dünner sind.
Beim Schreiben dieses Beitrags hab ich dann auf der Seite des Buches beim Verlag eine Garnaustauschtabelle gefunden. Hier wird für jedes Projekt eine passende Wolle angegeben, die man in Deutschland kaufen kann. Die Tabelle verlinke ich euch unten natürlich nochmal, damit ihr nicht den gleichen Fehler wie ich begehe. Dennoch hätte ich mir diese Tabelle schon im Buch gewünscht, da sie auf der Homepage auch eher unauffällig ist. Leider ist das aus lizenzrechtlichen Gründen nicht möglich.

Dann konnte ich aber auch mit der Rundstricknadel loslegen. und hab nun schon gute 20cm des Schals gestrickt. Wie lange ich ihn stricken möchte weiß ich noch nicht, aber bis zum Herbst habe ich zum Glück noch etwas Zeit und nach meiner Abschlussprüfung Ende Juni und Anfang Juli, habe ich auch wieder mehr Zeit um zu stricken.
Nebenbei höre ich übrigens liebend gerne Hörbücher. Das perfekte Programm für einen entspannten Abend! Mein nächstes Projekt wird übrigens wahrscheinlich der Eulenpost-Pulli, und da ich nun etwas mehr Erfahrung mit Wolle habe und zusätzlich der Wollladen bei mir in der Stadt wieder geöffnet hat, sollte diesmal nichts schief gehen.


Nun zu meinem Fazit:
Das Buch gefällt mir sehr gut, bis auf meinen Kritikpunkt mit der Wolle. Das hätte man tatsächlich besser lösen können, da vor allem Kunden die im Laden kaufen oder kein Internet haben, niemals auf diese Tabelle stoßen werden. Für absolute Strickanfänger kann ich das Buch dennoch erstmal nicht empfehlen, da schon einige Kentnisse vorausgesetzt sind. Dafür gibt es aber auch viele tolle Bücher aus dem Frech Verlag, um das Stricken zu lernen. Ich verlinke euch unten ein paar Werke, die für den Anfang gut geeignegt sind.
Da Geschmäcker bekanntlich verschieden sind, ist bei den 28 Modellen auf jeden Fall für jeden etwas dabei. Ich kann zum Beispiel absolut nichts mit dem Katzenschal von Umbridge anfangen, finde dafür aber alle Pullover super schön und freue mich darauf, wenn ich diese Projekte angehen kann.
Außerdem finde ich, dass dieses Buch das perfekte Geschenk für einen handwerklich begabten Potterhead ist! Klare Empfehlung von mir!
Ich melde mich natürlich, sobald ich weitere Projekte aus dem Buch gemacht habe.


Bibliografische Angaben:
Harry Potter : Magisch Stricken
Das offizielle Harry Potter Strickbuch
ISBN: 9783772448300
24,99 €
Hier geht’s zum Buch.
Garnaustauschtabelle

Buch zum Stricken lernen.

Verwendete Wolle:
Schachenmayr Catania in den Farben Marine und Nebel


Dieser Beitrag enthält Werbung.

Ihr habt keinen Plan!

Hallöle,

bevor das Thema Corona in die Medien kam und unseren Alltag übernommen hat, war das Thema Umwelt, Fridays for Future und hitzige Diskussionen darüber mehr als präsent. Oft wurde die Jugend falsch verstanden und die ältere Generation hat die FFF-Bewegung als Schulschwänzen betrachtet. Dabei ist es von vielen Forschern belegt, dass der Klimawandel einfach gerade zu weit geht und wir uns in eine sehr ungesunde Zukunft bewegen und unserem Planeten schaden. Da sollte es eigentlich klar sein, dass die junge Generation dafür auf die Straßen geht, schließlich ist es unsere Zukunft. Mich hat das Thema sehr beschäftigt. Ich selbst achte jetzt schon seitdem ich bei meinen Eltern ausgezogen bin darauf so bewusst wie möglich einzukaufen und bin im Bad so gut wie plastikfrei unterwegs. Das ist ganz einfach. Meine Oma hat das früher genauso gemacht und das ging super.
In meinem Umfeld bin ich leider oft auf kontroverse Meinungen gestoßen, die die Erderwärmung leugnen und die FFF-Bewegung als faule Schüler bezeichnen.
Daher wollte ich einfach mal mit belegten Dingen in eine Diskussion starten und bin dabei auf das Buch Ihr habt keinen Plan aus dem Blessing Verlag gestoßen. Geschrieben wurde es vom Jugendrat der Generationen Stiftung. Sie stellen 10 Bedingungen auf um unsere Zukunft zu retten.
Das Buch ist super übersichtlich aufgebaut und das wichtige: Alles wird belegt. Es gibt keine Aussage, die aus dem Nichts gezogen wurde.


„Mit dem Weiter-so-wie bisher muss jetzt Schluss sein!“ – Harald Lesch

Das Vorwort von Harald Lesch rüttelt einen schon mal richtig wach, und recht hat er. Wir dürfen so nicht weiter machen, falls wir weiterhin auf diesem Planeten leben möchten. Besonders hat mir gefallen, dass die acht Autoren des Jugendrats einem die Spiegel vor die Hand halten. Als Leser fühlt man sich direkt angesprochen und das ist auch Sinn der Sache. Wir sind alle daran beteiligt, deshalb ist es genau richtig und vor allem auch mutig hier direkt angesprochen zu werden und auch verantwortlich gemacht zu werden. Das sitzt zwar erstmal schwer im Magen, aber genau das brauchen wir um es endlich zu kapieren.

  1. Klimma retten
  2. Ökozid verhindern
  3. Den entfesselten Markt wieder an die Leine legen
  4. Soziale Gerechtigkeit schaffen für eine zukunftsfähige Gesellschaft
  5. Vorbereitung der Arbeitswelt auf die Zukunft
  6. Gute Bildung für alle Garantieren
  7. Der Demokratie neues Leben einhauchen
  8. Globale Gerechtigkeit endlich konsequent angehen
  9. Frieden garantieren und Menschenrechte einhalten
  10. Digitale Welt gestalten, bevor es vorbei ist

Ich muss sagen, dass ich in diesem Buch unglaublich viel gelernt hab, vor allem was eigentlich alles so passiert in Deutschland, aber auch in der Welt. Natürlich ist mir klar, dass all diese Bedingungen nicht sofort umsetztbar sind, aber ich wünsche mir, dass unsere Politik aufwacht, sich dieses Buch zur Hand nimmt und einfach mal Dinge umsetzt. In wie weit das jetzt nach der Corona-Krise möglich ist, ist noch nicht zu beantworten. Zu hoffen ist auf jeden Fall, dass die Co2 Werte sinken, wenn viele vom Home Office aus arbeiten. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie es nach dieser wirtschaftlichen Depression für unser Klima weiter geht.

Ich kann euch das Buch nur ans Herz legen! Ganz hinten findet man nicht nur die Quellangaben, sondern auch nochmal kurz zusammengefasst, was alles passieren muss. Hoffentlich kann ich all dies eines Tages abhaken.

Habt’s fein und bleibt gesund,
Madlen

Der unheilbare Romantiker

Einen wunderschönen Tag aus der Corontäne wünsche ich euch!

Da ich nach wie vor noch nicht weiß, ob meine Prüfungen Ende April stattfinden werden oder nicht, bin ich eigentlich nur am Lernen, um für den Fall der Fälle vorbereitet zu sein. In meinen kurzen Verschnaufspausen lese ich dann ein wenig.
Wusstet ihr, dass ich einige Zeit lang überlegt hatte Psychologie zu studieren? Damals dachte ich, dass wäre perfekt für mich, bin aber geschock gewesen, als ich den NC dafür sah. Also hab ich diesen Plan gleich wieder über den Haufen geworfen und bin nun hier gelandet. Fast Buchhändlerin und unglaublich glücklich damit!
Dennoch hat mein Interesse an der Psychologie nie abgenommen und deswegen ist mir auch das Buch Der unheilbare Romantiker von Frank Tallis aus dem btb Verlag sofort ins Auge gesprungen.

Frank Tallis ist klinischer Psychologe und berichtet in seinem Buch über verschiedenste Fälle aus seinem Leben, die alle mit dem Thema Liebe und Romantik zu tun haben. Krank vor Liebe ist hier also Wirklichkeit, da all seine Patienten unheilbar krank vor Romantik sind.

Mir hat es wirklich sehr gefallen von den verschiedenen Fällen zu lesen und hab auch oft selbst mein Verhalten in Beziehungen überdacht. Manchmal war mir das ganze dann aber doch zu psychologisch, also gut, dass ich mich letzendlich nicht für das Psychologie Studium entschieden hatte.
Manche Fälle waren mir zu langwirig und ich wollte einfach nur Wissen, ob man dem Patienten nur geholfen hat, oder nicht, aber die Antwort auf meine Frage blieb leider oft aus.
Schade fand ich auch, dass es sich nur um krankhafte Liebe drehte und nicht normale Liebe und manchmal war das einfach zu viel.

An sich für Psychologieinteressierte ein sehr guter Titel. Ich werde es mir aber nicht mehr zur Hand nehmen und hab mir diesmal leider auch nichts markiert.

Habt’s fein ihr Lieben!

Abenteuer im Tal des Goldes

Hallo ihr Lieben,

im Januar hab ich ein wenig in den Vorschauen für das kommende Frühjahr gestöbert und es erstmals gewagt einigen Verlagen als Bloggerin zu schreiben und um ein Rezensionsexemplar gebeten. Vor allem das Verlagsprogramm vom Thienemann-Esslinger Verlag finde ich immer super schön und vor allem immer voll mit starken Titeln, die sich vom Rest immer unterscheiden. Deshalb lag es für mich auf der Hand, dass ich dort mal mein Glück versuchen würde und hab freudig an meiner Vorstellungsmail gearbeitet und diese von einer Freundin auch nochmal Korrekturlesen lassen, damit ich mich auch auf keinen Fall blamiere und dann schickte ich die Mail ab. Dann hieß es warten und warten und warten. Keine Antwort und ich hab meine Hoffnungen schon aufgegeben, aber dann lag Samstag als ich von der Arbeit kam plötzlich ein Päcken aus dem Thienemann-Esslinger Verlag vor meiner Haustüre. Schade, dass mich bei diesem Freudenschrei keiner filmen konnte..

In dem Päckchen befand sich das Buch Tara und Tahnee – Verloren im Tal des Goldes von Patrick Hertweck. Hiermit ein rießengroßes Dankeschön an den Verlag für das Exemplar, den netten Brief und natürlich für den Goldschatz in Form von Schoki!
Das Buch spielt um 1856 in Sierra Nevada zu der Zeit der sogenannten Gold Digger. Tahnee, die mit ihrem Vater in der Wildnis lebt wird eines Tages von einem Kopfgeldjäger überrascht, der nach ihrem Vater sucht. Tahnee bleibt nichts anderes als zu flüchten und ihrem Vater davon zu erzählen und so kämpft sie sich durch Schnee und den Wald. Sie gab ihrem Vater das Versprechen, falls sie getrennt werden sollten, dass sich Tahnee nach San Francisco durchschlagen soll. Dort steht auf einem Hügel ein Anwesen, in de Tara wohnt. Doch bis jetzt weiß keines der Mädchen, dass sie ein besonderes Schicksal verbindet.

Als aller erstes möchte ich auf diese wundervolle Aufmachung des Buches aufmerksam machen. Das Cover wurde von meinem absoluten Lieblingscoverillustrator Maximilian Meinzold gestaltet und ist mal wieder atemberaubend schön! Es ist fast zu schade das Buch mit dem Rücken ins Regal zu stellen. Außderdem hat das Buch einen lilanen Buchschnitt, der mir auch sehr gut gefällt! Die Farben harmonieren einfach auch so schön miteinander und gerade guck ich auch sehr schwärmerisch zu dem Buch hinüber! Einfach ein traumhaftes Cover!

Nun zur Geschichte an sich: Ich hab bisher noch nie einen „Western“-Roman gelsen bzw. einen der in und um diese Zeit spielt, da ich davon eigentlich immer abgeschreckt war, da es so gar nicht mein Thema ist. Tara und Tahnee haben mich aber eines besseren belehrt. Patrick Hertweck hat einen super schönen flüssigen Schreibstil, der der Altersklasse des Buches super angepasst wurde! Neben dem erzählen der Geschichte wirft er ab und zu noch geschichtliche Fakten und Wissen zu der Zeit mit ein, was ich persönlich super schön fand. Die beiden Mädels sind einfach tolle, sympathische Charaktere, die vor allem Mut ausstrahlen! Ich glaube, dass viele Leser sich wünschen, die beiden als Freundinnen zu haben, aber auch die Nebencharaktere, die vor allem Tahnee in ihrem Abenteuer begleiten sind einfach zucker. Mit Pokom hat sie zum Beispiel einen Freund gefunden, der nicht ihre Sprache spricht, ihr aber gezeigt hat, dass Sprache nicht alles ist und es stattdessen auf das Zwischenmenschliche ankommt und man sich auch mit Händen und Füßen super verständigen und unterhalten kann.

Mir das Buch auf jeden Fall sehr gefallen, da es mich echt überrascht hat. Eine wirklich tolle Geschichte, die ganz nebenbei noch Wissen vermittelt. Was will man denn mehr?

Hiermit nochmal ein ganz großes Dankeschön an den lieben Patrick Hertweck für diese Geschichte, dann natürlich an den Thienemann-Esslinger Verlag für das Vertrauen und das Rezensionsexemplar und natürlich den Goldschatz!

Habt’s fein!
Madlen

Informationen:

Klappentext:
Spannender historischer Abenteuerschmöker für Mädchen und Jungen ab 10 Jahren.

Sierra Nevada, 1856. Mühsam kämpft sich Tahnee durch die Wildnis. Sie muss ihrem Vater helfen, der von Kopfgeldjägern gejagt wird. Immerzu denkt sie an das Versprechen, das sie ihm gegeben hat: Sie muss es schaffen, nach San Francisco zu kommen! Noch ahnt sie nicht, dass dort in einem herrschaftlichen Anwesen Tara lebt, mit der sie ein besonderes Schicksal verbindet …

Etc.:
Ab 10 Jahre
304 Seiten, Gebunden mit farbigem Buchschnitt
Format:
148 x 210 mm
ISBN:
978-3-522-18467-0
Preis:
15,00€
Erscheinungstermin:
14.02.2020

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Namasté

Hallo 🙂

Mich plagen seit einigen Monate des öfteren unerträgliche Kopfschmerzen, die sich im Laufe des Tages zu einer Migräne entwickel. Ich bin allgemein kein großer Fan von Medikamenten und Tabletten schlucken, deshalb hab ich mich etwas informiert, was ich „naturheiltechnisch“ dagegen tun kann, da ich auf diese extremen Kopfschmerzen einfach keine Lust mehr hatte. Ich kannte die zwar schon ab und zu vom Wochende oder aus dem Urlaub, wenn mein Körper alles rauslässt, was sich so angestaut hat, aber während der Arbeit und der Schule hatte ich nie so krasse Migräneschübe.

Auf Instagram und von Freunden wurde mir dann zu Yoga geraten. Mit Yoga hatte ich bisher nichts am Hut und ich wusste auch nicht, wie das von mir Vermutete dehnen und ein bisschen „Ommmm“ mir bei meinen Schmerzen helfen sollte. Frei nach dem Motto: Was der Bauer nicht kennt, frisst er auch nicht. 😀
Dennoch hab ich meine Sportmatte ausgepackt und erstmal auf YouTube recherchiert und dort mit einem Video gestartet. Das hat mir auch ganz gut gefallen, aber oft war mir das zu schnell, zu „laut“ (ich mach das immer so zwischen 6-7 Uhr morgens), und irgendwie manches auch einfach zu schwer. Also war ich erstmal frustriert und hab kurzfristig aufgehört, dann hat mir eine Freundin von dem Buch YinYoga erzählt und das sie damit individuell für sich Yoga macht und alles in ihrem Tempo machen kann.

Daraufhin hab auch ich mir das Buch geholt und bin absolut begeistert.
Das Buch ist in drei Teile aufgeteilt. Im ersten Teil werden die Grundlagen des Yin Yogas erklärt und wie sich dies auf Emotionen, Atmung und die Energie auswirkt. Das Kapitel war sehr interessant, vor allem wenn man in dieser ganzen Welt noch nicht angekommen ist, klärt dieses Kapitel über so einiges auf.
Im zweiten Kapitel werden dann die wichtigsten Yin-Yoga-Haltungen gezeigt und erklärt. Es sind echt viele verschiedene Haltungen, die mit einem Kurzen Text, deren Wirkung und ab und an mit Variationsmöglichkeiten aufgezeigt werden. Neben dem Text findet sich dann noch ein Bild, bei dem die Haltung nochmal gezeigt wird. Durch dieses Kapitel kann man sich selbst verschiedene Haltungen aussuchen und so sein Yogaprogramm individuell nach seinen Bedürfnissen gestalten. Am Ende des Kapitels finden sich aber noch ein paar sinvolle Übungseinheiten für verschiedene Bedürfnisse wie zum Beispiel um Stress zu reduzieren oder um Kraft zu sammeln.
Wem das noch zu viel ist, sollte auf jeden Fall ins 3. Kapitel switchen in welchen 5 Kurzprogramme vorgestellt werden die zu den verschiedenen Elementen zugeordnet werden, also Wasser, Holz, Feuer, Erde und Metall. Mit diesen konnte ich leider nicht so viel anfangen und hab mich seither auch nicht mehr damit beschäftigt.

Mir hat das Buch aber sehr gut gefallen, um in diese Welt einzutauchen. Vor allem hat mir das 2. Kapitel mit den verschiedenen Haltungen gefallen, die ich nun täglich auf meine Bedürfnisse variieren kann.

In diesem Sinne: Namsté und habt’s fein! ♥

Infos zum Buch:

Christine Ranzinger

Yin Yoga

Sanfte Übungen für innere Kraft und Harmonie. Mit einem Vorwort von Dr. Robert Schleip. Erscheinungstermin: 24. Februar 2014 192 Seiten, 17,2 x 23,5 cm, 16,99 €

Yin Yoga ist eine ruhige, sanfte Yoga-Praxis, eine Art Akupunktur-Sitzung ohne Nadeln, die eine effektive Form der Selbstheilung sein kann. Yin Yoga hilft, den Körper beweglich zu halten, den Fluss der Lebenskraft zu harmonisieren und gefühlsmäßig im Lot zu bleiben. Die Asanas werden länger gehalten als in anderen Yoga-Stilen und wirken sich dadurch auf die tiefere Schicht unseres Bindegewebes, die Faszien aus, die in Form von Sehnen, Knorpeln und Bändern die Knochen zusammenhalten. Die längere Verweildauer in den ausschließlich sitzenden und liegenden Haltungen fördert das Loslassen, vermittelt ein Gefühl des inneren Friedens und hat eine beruhigende Wirkung auf das Nervensystem. Ein wertvoller Ausgleich in unserer schnelllebigen und auf das Außen fixierten Leistungsgesellschaft, die von Kraft, Durchhaltevermögen und Zielstrebigkeit dominiert wird. Und die ideale Ergänzung zu den bei uns vorherrschenden dynamischen Yoga-Stilen.

Christine Ranzinger stellt in diesem Buch die wichtigsten Yin-Yoga-Haltungen vor und vermittelt die Zusammenhänge zwischen Yoga und TCM. Außerdem hat sie Yin-Yoga-Kurzprogramme zu den Fünf Elementen entwickelt, mit deren Hilfe man in 20 Minuten sein Chi harmonisieren kann.

Unglaublich wie du!

Hallo ihr Lieben!

Diesen Frühling erscheinen wieder unglaubliche viele Bilderbücher. Wusstet ihr zum Beispiel, dass in der Warengruppe Kinder- und Jugendbuch die meisten Neuerscheinungen Bilderbücher sind? Ich fand das auch sehr erstaunlich, aber nach kurzem überlegen macht das natürlich Sinn. Bilderbücher sind heutzutage so viel mehr als nur ein illustriertes Buch für Babys und Kinder. Mittlerweile erscheinen auch sehr viele Bilderbücher, die tatsächlich eher für Erwachsene gedacht sind. Ein Beispiel wären zum Beispiel die Bücher von Hélène Delforge „Mama“ und „Liebe“, aber auch Bilderbücher wie die von Torben Kuhlmann begeistern nicht nur die kleinsten, sondern auch die großen Vorleser.

In dieser „Büchersaison“ ist das Trendthema Mut und Selbstbewusstsein. Kein Wunder, da wir auch noch 2020 in einer Welt leben, die vor Vorurteilen nur so trotzt und wir somit unseren kleinen schon früh beibringen müssen, dass sie an sich glauben müssen.
Daher hat es mich sehr gefreut als „Unglaublich wie du“ von Rhys Brisenden und Nathan Reed aus dem HarperCollins Verlag bei mir im Briefkasten lag.

Anfangs war ich etwas skeptisch, da übersetzte Bilderbücher, vor allem in Reimform im deutschen nicht mehr so viel Sinn ergeben, wie sie dies im englischen taten, aber hier wurde sehr gute Übersetzerarbeit geleistet und die Reime lassen sich flüssig lesen. Im ersten Teil wird beschrieben, dass Kinder sich manchmal wünschen wie ein Tier zu sein und dem Kind wird angeboten sich ein Tierleben auszusuchen, dabei werden die jeweiligen Vorteile des jeweiligen Tieres genannt. Dann kommt aber der große „Break“ und der Vorleser erklärt dem Kind, dass diese Fähigkeiten alle toll sind, aber du selbst bist doch auch unglaublich. Dann werden Sachen aufgezählt, die das Kind kann.

Ich selbst hatte ein wohliges und motiviertes Gefühl beim Lesen des Buches und finde die Message dahinter echt toll.
Vor allem haben mir die bunten, kindlichen Illustrationen gefallen. Da gibt es echt genügend zu entdecken auf jeder Seite.
Ich vermute jedoch, dass Eltern von dem Stil eher abgeschreckt sind, bzw eher zu einem anderen Buch greifen werden, da es doch etwas schrill ist. Finde ich schade, aber oft kaufen ja die Eltern nach ihrem Geschmack ein.

Ich kann das Buch auf jeden Fall sehr empfehlen und finde es absolut gelungen und rund und stimmig.

Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag!
Bis bald und habt’s fein!

Hier kommt ihr zu dem Buch!

neue Hörbuch-App?

Grüßt euch!

Wer mich schon länger kennt, weiß, dass ich in jeder freien und ruhigen Minute meine Kopfhörer auspacke, um in meinem aktuellen Hörbuch weiter zu hören. Bisher habe ich dafür die App Bookbeat verwendet und war dort auch immer sehr zufrieden.

Vor einigen Wochen hat mich jedoch die neue Hörbuch-App Audioteka angeschrieben und mich gefragt, ob ich nicht Lust hätte die App auszuprobieren, da bisher einige Bücher online sind, die zu meinem Geschmack passen. Vor allem hat mich überzeugt, dass ich wirklich das Gefühl hatte, dass sich Audioteka mit mir und meinem Geschmack auseinandergesetzt hat und sich wirklich meine Blogposts angeschaut hat. Das war für mich tatsächlich auch der ausschlaggebende Punkt, weshalb ich dieser Kooperation zugestimmt habe.

Wie funktioniert Audioteka?

Das Abosystem von Audioteka erinnert mich sehr an das von Audible, nur das man bei Audioteka das große, böse A nicht unterstützt! Ihr zahlt also 9,99€ im Monat und bekommt dafür ein Hörbuch, weitere könnt ihr dazu kaufen, falls euch das nicht reicht. Das erste Hörbuch ist übrigens gratis! Ihr habt auch hier keine Mindestlaufzeit und könnt jederzeit kündigen. Ihr könnt die Hörbucher natürlich auch herunterladen, um offline hören zu können und unterwegs keine mobilen Daten zu verbrauchen.

Auswahl

Ein großer Pluspunkt für mich ist, dass Audioteka alle Hörbucher von Harry Potter, gelesen von Rufus Beck, zur verfügung hat. Als absoluter Potterhead kann ich natürlich nie genug von meiner liebsten Geschichte haben. Ansonsten haben wir hier gerade eine Auswahl von über 16.000 Hörbüchern verschiedenster Genres. Natürlich sind hier auch die Bestseller vertreten.

mein erster Eindruck

Man merkt auf jeden Fall, dass die App noch jung und ausbaufähig ist. Vor allem das Design der App wirkt noch sehr klobig und kantig, ist aber in sich verständlich aufgebaut und man findet sich leicht zurecht. Nachdem ich das erste Hörbuch ausgewählt habe, hab ich mir gleich angeschaut, wie schnell ich den Sprecher stellen kann und hab hier den ersten großen Vorteil gegenüber Bookbeat finden können. Ich persönlich bin ein Mensch, der schnell redet und mag es daher auch, wenn andere schnell reden. Bisher hab ich meine Hörbücher immer auf 2-facher Geschwindigkeit gehört, da es auf Bookbeat einfach nicht anders bzw. schneller ging, aber bei Audioteka habe ich die Möglichkeit noch einmal schneller zu stellen.
An sich bin ich bisher zufrieden und werde die App weiterhin testen, und euch berichten, ob ich dabei bleibe, oder doch wieder zu Bookbeat wechsle.

Habt’s fein ihr Lieben! ♥

Die Wälder

Grüßt euch!

Ich wünsche euch allen ein frohes neues Jahr 2020 und hoffe, dass ihr alle gut ins Jahr gekommen seid! Wie ihr seht hat sich hier einiges geändert und das hat natürlich auch einen Grund, der sich einfach erklären lässt: ich war unzufrieden!
Technisch bin ich einfach kein Genie und auch, wenn WordPress eine kinderleichte Bedienung verspricht, komm ich da irgendwie nicht so wirklich mit zurecht. Da müsste ich mich echt mal wirklich reinfuchsen oder ein Buch kaufen und lesen, denn das kann ich dann doch am besten.
Auch die Beiträge sollen sich etwas ändern und anspruchsvoller und nicht mehr so unpersönlich werden und außerdem nicht mehr nur Rezensionen, sondern auch mal andere Beiträge, Inspirationen oder Koch- und Backideen.

Nichts desto trotzt fange ich das Jahr mit einer Rezension an. 😀
Lange habe ich auf ein neues Buch von meiner liebsten deutschen Thrillerautorin gewartet und im Dezember erschien dann endlich „die Wälder“ von Melanie Raabe. Ihre ersten drei Bücher habe ich innerhalb von nur ein paar Wochen hintereinander verschlungen und war immer total fasziniert von der Wortwahl, der Sprache und diesen unglaublichen Endszenen, die ich niemals nie so erwartet hätte. Ja, ich saß teilweise Minuten lang sprachlos vor dem Buch und dachte mir einfach nur „Woher kam das denn jetzt, bitte?!“. Die Falle, die Wahrheit und der Schatten waren für mich allesamt 5 ★ Bücher, ohne jegliche Zweifel.


Zwischen den Feiertagen kam dann endlich das Buch bei mir an. Begeistert legte ich alle anderen Bücher, die ich gerade am Lesen war, zur Seite und begab mich in die Wälder.
Genauso düstert, wie es mir der Klappentext versprochen hatte, wurde ich in das Buch gezogen und lernte schnell Nina kennen. Sie steht mitten im Leben, ist Ärztin und wohnt gemeinsam mit ihrem Hund Billy und ihrer besten Freundin in einer funktionierenden WG. Dann bekommt sie den Anruf, der ihr Leben schlagartig verändert. Ihr bester Freund Tim, den sie aus Kindheitstagen kennt und mit dem sie immer noch regelmäßig Kontakt hat, ist an einer Überdosis gestorben. Nina kann das kaum glauben und ihr wird völlig aus der Bahn geworfen. Als sie dann auch noch einen Brief von Tim erhält, dessen Schwester damals in dem mysteriösen Dorf, von Wäldern umgeben, verschwunden ist, steht für Nina fest, dass sie genau dorthin zurück kehren muss.

Die ersten 300 Seiten hab ich wirklich verschlungen, da mich Raabes Schreibstil mal wieder völlig mitgerissen hat und ich einfach nicht aufhören konnte zu lesen. Voller Vorfreude näherte ich mich dem Ende des Buches und wurde leider massiv enttäuscht. Ich bin Enden gewöhnt, die wie ein Paukenschlag auf mich zukommen, mich überraschen, sprachlos dastehen lassen und mich einfach faszinieren. Das Ende von Die Wälder war stattdessen irgendwie langweilig. Der Schluss kam meiner Meinung nach einfach viel zu plötzlich und viel zu normal daher und weil ich es aus den anderen Geschichten von Melanie Raabe ander kannte, war ich tatsächlich ein bisschen enttäuscht.
Aber nur, weil mich das Ende nicht überzeugen konnte, heißt das noch lange nicht, dass ich das Buch nicht gut fand, ganz im Gegenteil. Die Wälder kommt zwar nicht an die 5 ★ Vorgänger heran, bekommt aber trotz allem stolze 4 ★ von mir.
Vor allem kann ich den Thriller Menschen empfehlen, die mit aufwühlenden Enden nichts anfangen können oder sogar davor weichen, da am Ende tatsächlich irgendwie alles gut wird und die Welt wieder heile ist.
Menschen, die jedoch Action, krasse Twists und unlösbare Fälle brauchen, kann ich das Buch auch getrost empfehlen, da man sich bis zum Ende echt die Zähne ausbeist, weil man endlich wissen möchte wie es ausgeht.

Melanie Raabe ist und bleibt meine liebste Thrillerautorin und ich hoffe, dass wir bald wieder was neues von ihr lesen dürfen, vielleicht diesmal wieder mit einem Ende nach meinem Geschmack.

Schreibt mir doch gern in die Kommentare, ob ihr schon etwas von ihr gelesen habt, vielleicht sogar die Wälder, und wie ihr es fandet.

Hier gehts zum Buch.
Hier kommt ihr zur Website der Autorin.

Originaltitel: Die Wälder Paperback , Klappenbroschur, 432 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-442-75753-4
Erschienen am  27. Dezember 2019