Rezension: Das wundervolle Buch der Aquarell-Motive von Tanja Geier

Wenn ich male, dann auf jeden Fall mit Aquarell! Ich liebe es, wenn die Farben mit dem Wasser verlaufen und so jedes Mal aufs Neue ein unvergleichliches Muster erschaffen. Bisher hab ich allerdings immer nur Blümchen und ein bisschen grüne Blätter gemalt und das ganze mit Handlettering gepaart. Das wurde auf die Dauer jetzt aber irgendwie total langweilig und dann hab ich versucht Dinge aus meinem Alltag zu malen und bin kläglich gescheitert, da ich einfach keine Ahnung hatte, wo ich anfangen soll und allgemein sehr planlos in mein neues Projekt gestartet bin. Also lagen Pinsel und Aquarellkasten wieder mehrere Wochen in der Schublade, bis ich bei einer Recherche für eine Kundin auf das Buch der wundervollen Aquarell-Motive von Tanja Geier gestoßen bin.

Ganz am Anfang erklärt uns die Autorin zunächst einmal, welche Materialien benötigt werden, wie man am besten skizziert, sodass man nicht wie ich gefrustet alles in die Schublade verbannt und außerdem erklärt Sie auch noch einmal ausführlich, wie man mit Aquarell malt. Ich habe auf jeden Fall schon auf den ersten 20 Seiten sehr viel dazu gelernt!

Wenn wir die Grundlagen beherrschen, geht es natürlich ans Eingemachte!
Tanja Geier hat ihre Motive in verschiedene Gruppen unterteilt, so findet man tolle Kapitel wie ‚Alles, was schmeckt‘, ‚Wundervolle Natur‘, ‚Tierisch schön‘ und ‚Wundervolle Dinge‘.

Die einzelnen Motive sind dann noch mal in drei Schwierigkeitsstufen unterteilt, sodass man je nach Können sich nicht zu viel vornimmt. Was mir vor allem gut gefällt, ist, dass jedes Kapitel von leicht nach schwer sortiert wurde. Ich arbeite mich gerade also durch die leichten Motive und blättere dann jeweils immer eine Seite weiter und probiere das nächste Motiv aus!

Zu jedem Motiv gibt es eine Schritt für Schritt Anleitung, wie man das jeweilige Motiv am besten skizziert und anschließend in verschiedenen Schichten mit Aquarell malt. Ich komme mit dieser Methode tatsächlich besser zurecht, als wenn ich mir ein Video auf Youtube anschaue, da ich hier noch mal wirklich ranzoomen kann und alles in meinem Tempo stattfindet.

Ich bin noch lange nicht mit allen Motiven durch und dümpel gerade noch so zwischen Stufe 1 und 2 hin und her, aber bin absolut überzeugt von dem Buch. Momentan versuche ich mich an meinen freien Tagen immer an ein, zwei Motiven und male diese dann auch ein zweimal und merke dann auch wirklich, dass ich mich verbessere. Am liebsten mag ich die Auswahl an dem Buch! Es wird einfach nicht langweilig und viele Motive kann man toll für den Alltag oder schöne Karten verwenden. Auf Instagram werde ich auf jeden Fall immer Mal wieder Updates posten und Euch einen kleinen Einblick in mein kreatives Werk geben!

Ich möchte mich einmal ganz herzlich beim lieben Frechverlag und damit auch bei der lieben Johanna für das tolle Rezensionsexemplar und den netten Kontakt bedanken! Es ist echt toll #frechblogger zu sein!
Unten findet Ihr wie immer alle Angaben zum Buch mit Link! Es lohnt sich auf jeden Fall beim Frechverlag vorbei zu schauen. Die Vorschau für den Herbst sieht auch wieder sehr vielversprechend aus!


Das Buch findet ihr hier.
ISBN: 9783772447372
Es kostet 17€ und ist im Softcover erschienen.
Das Buch hat 144 Seiten und enthält über 40 verschiedene Motive. Die Autorin ist auf Instagram als Miss Nice Day bekannt und führt einen Blog, auf dem Sie Papetierie anbietet und weitere zahlreiche Anleitungen für Aquarellmalerei hat. Vorbeischauen lohnt sich also!

Werbung / Rezensionsexemplar

Rezension: Sara auf der Suche nach Normal – Wesley King

Normal? Was ist das eigentlich? Gibt es dafür eine Definition? Hat nicht jeder eine andere Vorstellung davon was normal ist?

Sara Malvern, 12 Jahre jung, hat nur einen Wunsch: normal sein! Dafür hat sie einen ganzen Katalog voll Regeln aufgestellt, die sie erfüllen muss, damit sie normal wird. Doch ihr Gehirn, dass gerne Spielchen mit ihr spielt und die Tatsache, dass Sara nur mit wenigen ausgewählten Menschen spricht, machen das normal sein nicht gerade einfach. Als ihr Therapeut vorschlägt, dass sie an einer Gruppentherapie teilnehmen soll, lernt sie Erin kennen, die das komplette Gegenteil von ihr zu sein scheint, denn Erin redet wie ein Wasserfall und außerdem reißt sie sich die Haare aus. Erin wird Saras erste richtige Freundin und bringt sie einen Schritt näher an das ‚Normalsein‘. Doch auch Erin hat Geheimnisse und Sara möchte ihr in jedem Fall helfen, auch wenn es bedeuteten kann, dass Erin sie hassen wird.

„Müssen sich normale Jugendliche bemühen normal zu sein?“ , fragte mein Hirn. S.36
Ich hatte noch nie richtig Kontakt zu anderen Verrückten gehabt. An meiner Schule gab es außer mir vermutlich keine. S.39 .. Was, wenn wir uns gegenseitig noch verrückter machen? S.41

Sara ist mir von Anfang an sehr sympatisch gewesen. Für ihr Alter wirkt sie an manchen Stellen unglaublich reif. Ich war mit 12 soweit ich weiß nicht so weise und reif.
Es ist toll, dass sie im Laufe der Geschichte sich immer weiter entwickelt und über sich hinauswächst. Eine besondere Hilfe dabei ist Erin, ihre erste richtige und beste Freundin. Sie zeigt Sara, dass sie ein ganz besonderer Mensch ist und so wie sie ist toll ist.
Hier kommen wir auch zu meinem einzigen Kritikpunkt an der Geschichte. Erin sagt, dass die beiden Sternenkinder sind. Sternenkind steht in diesem Fall für sehr besondere Kinder. In Deutschland definiert man unter Sternenkind allerdings Kinder die vor, während oder kurz nach der Geburt sterben. Vermutlich wurde der Begriff auf dem englischen 1:1 übersetzt und nicht bedacht, dass man damit evtl. Menschen triggern könnte. Vor allem weil das Buch für Jugendliche gedacht ist.
Nichtsdeso trotz hat Wesley King mit Sara auf der Suche nach Normal ein ganz besonderes Buch geschrieben. Zum einen zeigt es, dass normal ein Begriff ist, den jeder anders definiert und wieso dahin streben normal zu sein, wenn man statdessen besonders sein kann?
Ein Buch, das so viele Themenbereiche abdeckt, dass ich gar nicht auf jeden einzelenen eingehen möchte, um nichts vorweg zu nehmen.
Dennoch hier kurz, was euch alles erwarten wird:

  • Psychische Krankheiten wie Depression, ADHS, bipolare Störung, Angststörungen, Schizophrenie
  • Streit in der Familie, generell Probeleme, die in Familien auftreten können
  • Freundschaft
  • erstes Verliebtsein
  • Mut
  • Selbstliebe
  • Kampf um Gerechtigkeit
    und so viel mehr..

Ein Buch, dass ich nicht nur der eigentlichen Zielgruppe, nämlichen Jugendlichen ab 12 Jahren, empfehlen möchte, sondern auch Erwachsenen. Denn egal in welchem Alter man ist, kann man dennoch viel aus diesem Buch mitnehmen.
Wesley King ist auf jeden Fall ein Autor, den ich mir merken werde. Außerdem hab ich seinen ersten Roman ‚Daniel is different‘ auch gleich bestellt, da Daniel in Saras Buch auch eine große Rolle spielt und vielleicht erzähle ich euch bald von meiner Begegnung mit ihm.


Sara auf der Suche nach Normal

Wie wird man normal? Indem man sich an strikte Regeln hält, davon ist Sara fest überzeugt. Also keine Mayonnaise mehr auf Erdnussbutter-Gelee-Sandwiches schmieren und vor allem: sich mit jemandem anfreunden. Das ist allerdings nicht so leicht, wenn man selbst kaum spricht. Aber als Sara die aufgeschlossene, redselige Erin kennenlernt, die davon überzeugt ist, dass es gar kein „normal” gibt, ändert sich das. Auf einmal geht Sara ins Kino, auf Geburtstagspartys und hat jemanden, dem sie von ihrem Schwarm erzählen kann. Doch hinter Erins fröhlicher Fassade verbirgt sich ein dunkles Geheimnis. Wie kann Sara Erin helfen, ohne ihre neu gewonnene Freundschaft aufs Spiel zu setzen?

Eine bewegende Geschichte über eine Außenseiterin, die nicht nur Schulalltag und erste Liebe meistern muss, sondern auch ihre psychischen Erkrankungen, die sie täglich vor neue Herausforderungen stellen. Geeignet für Jugendliche ab 11 Jahren.

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Kategorie: Middle Grade Art: Hardcover Altersempfehlung: ab 12 Jahren Seiten: 272 Übersetzt von: Claudia Max Ausstattung: mit Relieflack Erscheinungsdatum: 19. Januar 2021 Format: 15,3 x 21,5 cm ISBN: 978-3-7348-4730-1

Rezension: Abschied von Hermine

Wir alle müssen irgendwann mal sterben – das ist klar. Doch bevor das passiert, passiert noch so viel mehr : das Leben.

In ihrem neuen Buch schreibt Jasmin Schreiber über das Leben, das Sterben und den Tod und ihren verstorbenen Hamster Hermine.
Wir wissen alle, dass irgendwann der Zeitpunkt kommt an dem wir, ein Freund, ein enger Verwandter oder gar die Büropflanze sterben muss. Ot fragen wir uns wieso das passieren musste? Verstehen nicht wieso es so kommen musste und die Lücke, die in unser Leben gerissen wird scheint so groß und unüberwindbar zu sein. Doch bevor wir sterben und der Tod kommt, kommt etwas ganz besonderes und zwar das Leben.
Jasmin Schreiber, Biologin und begeisterte Tierbesitzerin beschreibt in dem Kapitel über das Leben so viele tolle Dinge, angefangen damit, wie wir eigentlich enstehen und setzt quasi da an, wo ich im Biologieunterricht aufgehört habe mitzumachen. Doch Jasmin Schreiber schafft eines, was meine damalige Biologielehrerin nicht geschafft hat: ich bleibe am Ball und verschlinge Seite um Seite und freue mich über mein neues Wissen.
Wusstet ihr zum Beispiel, dass Nacktmulle in Rudeln leben? Ich persönlich kannte den Nacktmull bisher nur von Kim Possible.. 😀
Neben dem Leben, spricht Schreiber auch noch die Unsterblichkeit, das Sterben an sich und natürlich den Tod an.
In letzterem Kapitel habe ich dann auch die ein oder andere Träne verdrückt.

Nicht desto trotz ist Abschied von Hermine ein unglaublich tolles Sachbuch. Ganz viel Wissen, Humor und eine persönliche, nerdige Note von Jasmin Schreiber machen das Buch zu etwas ganz besonderem! Eines kann ich nämlich mit Sicherheit sagen: Ich habe noch nie ein Sachbuch so schnell gelesen wie dieses hier und das bedeutet so einiges.
Schon im September soll ein neues Buch von Jasmin Schreiber kommen und ich kann es schon wieder kaum erwarten.

Habt ihr es schon gelesen?

Kleiner Nachtrag: Ich hab nach dem Buch wieder aktiv angefangen Dokumentationen über Tiere, Menschen und den Planeten anzuschauen. Manchmal ist es schon verrückt, was Bücher in uns auslösen können.


Jasmin Schreiber

Abschied von Hermine

Über das Leben, das Sterben und den Tod – und was ein Hamster damit zu tun hat
Von der Autorin des Bestsellers „Marianengraben“
Erscheinungstermin: 29. März 2021
288 Seiten
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Rezension: Der große Sommer – Ewald Arenz

Ein Sommer, den wir alle so oder so ähnlich schon mal erlebt haben

Ich hab die leise Ahnung, dass Coming-of-Age-Romane und die 80er gerade total im Trend sind, denn ich habe schon wieder, bzw. eigentlich schon vor einiger Zeit, einen solchen Roman gelesen. Und was soll ich sagen? Ich bin Fan, ganz großer Fan, denn der neue Roman von Ewald Arenz konnte mich wieder vollends überzeugen!

In ‚der große Sommer‘ lernen wir Frieder kennen, der seinen Sommer dieses Jahr bei seinen Großeltern verbringen muss, während der Rest der Familie in den Urlaub fährt. Großvater ist streng und soll schauen, dass Frieder auch täglich lernt, dass er die bevorstehenden Nachprüfungen in Mathe und Latein besteht. In seiner freien Zeit geht Frieder ins Schwimmbad. Dort lernt er Beate kennen – das Mädchen im flaschengrünen Badeanzug. Vielleicht wird dieser Sommer ja doch ein ganz großer Sommer..?

Ich hab das Buch regelrecht verschlungen! Das war einfach wieder eine total grandiose Geschichte! Ehrlich und authentisch und die 80ies-feelings sind einfach unbeschreiblich. Beim Lesen wäre ich am liebsten ins Buch geschlüpft um mit Frieder, Alma, Johann und Beate nachts ins Freibad einzubrechen und diese lauen Sommernächte zu genießen. Das perfekte Buch um dem Sehnsuchtsgefühl nach Sommer zu befriedigen und sich vom derzeiten Corona-Alltag abzulenken.
Außerdem hab ich beim Lesen auch oft an meinen ‚großen Sommer‘ gedacht, den so oder so ähnlich sicherlich jeder von uns erlebt hat. Erste große Liebe, laue Sommernächte, der herbe Geschmack von Bier und ein Gefühl, das man so nur im Sommer verspürt.
Für mich ein absolutes Highlight, dass ich neben ‚Hard Land‘ von Benedict Wells stellen werde.
Sicherlich fragen einige jetzt, ob die Bücher sich ähnlich sind? Ja, das auf jeden Fall, aber beide lohnen sich, denn beide erzählen eine andere Geschichte eines Sommers in dem man erwachsen wird! Man merkt vor allem einen Unterschied darin, dass Ewald Arenz seine Jugend in den 80ern erlebt hat und Benedict Wells schreibt über einen Sommer, den er so nie erlebt hat, aber sehnsüchtig erleben will. Genau so wie ich. Born in the wrong decade!

Habt ihr noch mehr Empfehlungen für Bücher die in den 80ern spielen? Ich werde jetzt erstmal wieder mit der Serie Stranger Things anfangen.

Rezension: Noah – Takis Würger

Ein Buch gegen das Vergessen

Ich bin großer Takis Würger Fan und habe bisher alle seine Bücher gelesen und warte nach einem neuen Buch wieder gespannt auf ein Neues. Anfang März war es dann wieder soweit.
Noah ist diesmal aber kein typischer Roman, sondern erzählt eher sachlich-biographisch die Geschichte des Shoaüberlebenden Noah Klieger.

Noah Klieger wurde 1925 in Straßburg geboren. Der Krieg brach in seiner Jugend aus und als die Deutschen dann auch nach Belgien kamen, half Noah jüdischen Kindern und Familien in die Schweiz zu flüchten. Seine eigene Flucht misslang allerdings und er wurde 1942 von der Gestapo gefasst und in das KZ nach Auschwitz gebracht und überlebte.
Nach dem Krieg wandte sich Klieger dem Journalismus zu und erzählte vor allem als Zeitzeuge Schulklassen über seine Zeit im KZ. Sein Ziel war, dass diese Gräueltat an die Menschheit nie vergessen wird.

Takis Würger hat sich das nicht vergessen zur Aufgabe gemacht und nach zahlreichen Gesprächen mit Klieger einen biographischen Roman geschrieben, der Noahs Lebensgeschichte und dessen Erinnerungen wiedergibt. Im Dezember 2018 stirbt Noah Klieger.

Ich bin 23 Jahre alt und durfte leider nie einen Zeitzeugen kennenlernen, daher hat dieses Buch eine ganz besondere Bedeutung für mich. Ich kann mir nicht vorstellen, wie es damals war. Meine Großeltern haben nie gerne über diese Zeit geredet und außerdem war ich viel zu jung, um damals die richtigen Fragen zu stellen. Mittlerweile ist es zu spät darüber zu reden und ich kenne nur die Geschichten, die an meine Eltern weitergegeben wurden.
Für mich ist es also unglaublich wichtig, dann man die Geschichten dieser Menschen festhält und sie für meine und die drauffolgenden Generationen festhält.

Takis Würger erzählt sehr sachlich in seinem Buch, benutzt kurze Hauptsätze, um die Dramatik und diese Grausamkeit zu verdeutlichen und lässt somit viel Spielraum für Emotionen. Ich hab das Buch des öfteren zur Seite geleget, um mich zu sammeln oder bestimmte Dinge genauer zu recherchieren und ich vermute, dass ich das Buch noch öfter lesen werde. Ich kann mir ‚Noah‘ auch gut als Schullektüre vorstellen.

Alles in allem ein gutes und wichtiges Buch, über das man nicht so viel erzählen kann, da ich der Meinung bin, dass man die Geschichte einfach lesen sollte.


  • Verlag: Penguin Random House
  • Erscheinungstermin: 01.03.2021
  • Lieferstatus: Verfügbar
  • 188 Seiten
  • ISBN: 978-3-328-60167-8
  • Autor: Takis Würger
  • Hier kaufen

Rezension: Tale of Magic- Eine geheime Akademie von Chris Colfer

‚Tale of Magic – Eine geheime Akademie‘ ist der Auftakt einer neuen Reihe von Chris Colfer. Schon seine erste Buchreihe ‚Land of Stories‘ konnte mich überzeugen und umso gespannter war ich auf die neue Reihe und eines kann ich vorab sagen: Ich habe es geliebt!!

In einem Land in dem Magie verboten ist und deren Ausübung in manchen Teilen sogar mit dem Tode bestraft wird, in dem Frauen unterdrückt werden und zu ‚perfekten‘ Haus- und Ehefrauen erzogen werden, gibt es ein junges Mädchen, das komplett aus der Rolle fällt: Brystal Evergreen. Sie wächst im südlichen Königreich auf und liebt Bücher und das Lesen, jedoch ist ihr das als Mädchen eigentlich verboten und was würde ihr Vater, einer der mächtigsten Richter im Königreich. wohl dazu sagen wenn er davon erfahren würde? Doch Brystal ist clever und findet unter falscher Identität einen Job als Putzfrau in der Bibliothek und wenn am Abend alle Männer weg sind, kann sie ungestört lesen. Als sie an ein geheimnisvolles Buch gerät, mit dem man testen kann, ob man magische Fähigkeiten hat, ändert sich ihr Leben für immer. Sie wird an Madame Weatherberrys Akademie für junge Magier und Magierinnen aufgenommen um zu lernen, wie sie ihre Fwähikeiten beherschen kann, doch vom nördlichen Königreich geht eine Gefahr aus, die Brystal und ihre neuen Freunde nicht erwartet hätten und nicht nur die Akademie und Madame Weatherberry sind in Gefahr, sondern die ganze Welt!

Chris Colfer hat mit seiner neuen Buchreihe schon wieder einen absoluten Schatz geschaffen. Ich konnte das Buch vor Spannung und Wissbegier kaum aus der Hand legen. Normalerweise sind Kinderbücher ab einem gewissen Teil immer sehr voraussehbar, aber was im magischen Land passiert, konnte ich keinesfalls ahnen. Übersetzt wurde die Geschichte diesmal von Naemi Schuhmacher und ich finde, der Lesefluss war super und ich kam schnell durch das Buch. Illustriert wurde das Buch von Brandon Dorman und auf den Covern und im Buch gibt es wieder sehr viel zu entdecken – einfach magisch! Das Hörbuch wird übrigens von keinem geringeren als Rufus Beck gelesen! Da muss ich auch auf jeden Fall noch reinhören, wenn das warten auf den 2. Band zu lange dauert.
Mich hat die Geschichte jedenfalls mal wieder komplett von den Socken gehauen. Vor allem liebe ich es, wie Chris Colfer es schafft wichtige Themen unserer Gesellschaft unterschwellig in seine Geschichten einfließen zu lassen. Diesmal sind vor allem die Themen Frauenrechte, Mental Health, Diversity und Unterdrückung ein großer Bestandteil des Buches. Ich vermute, dass man das als Kind gar nicht so wirklich rauslesen kann. Denn wenn ich heute Bücher meiner Kindheit wieder lese, merke ich, dass ich mittlerweile aus einer anderen Sichtweise lese und vor allem Dinge herauslese. Daher ist ‚Tale of Magic‘ für mich kein reines Kinderbuch, denn auch Erwachsene werden ihren Spaß an dieser tollen, abenteuerlichen Geschichte finden. Das Buch wird übrigens ab 11 Jahren empfohlen. Kinder die sensibel auf Tod, Kämpfe, etc. reagieren sollten die Geschichte eventuell zusammen mit einem Elternteil lesen.

Für mich ist der Reihenauftakt ein absolutes Highlight in diesem Jahr! Der zweite Band soll Ende September zu meinem Geburtstag erscheinen. Gibt es denn ein besseres Geschenk als ein lang ersehntes Buch? Ich glaube nicht. Bis dahin werde ich mir auf jeden Fall noch einmal das Hörbuch anhören, um dann top aktuell in den 2. Band zu starten.

Habt ihr schon Bücher von Chris Colfer gelesen? Schreibt mir doch gerne eure Meinung dazu in den Kommentaren.


  • Verlag: FISCHER Sauerländer
  • Erscheinungstermin: 10.03.2021
  • Lieferstatus: Verfügbar
  • 464 Seiten
  • empfohlenes Alter: ab 11 Jahre
  • ISBN: 978-3-7373-5784-5
  • Autor: Chris Colfer
  • Übersetzt von: Naemi Schuhmacher
  • Illustriert von: Brandon Dorman
  • Hier kaufen

Rezension: Klartext Ernährung

Ich hab schon lange nicht mehr so lange an einem Buch gelesen. Fast ein dreiviertel Jahr hab ich gebraucht um diesen Schinken zu lesen. Auf 602 Seiten berichten Dr. med. Petra Bracht und Prof. Dr. Claus Leitzmann über Ernährung und beantworten die wichtigsten Fragen rund um dieses Thema.
Das Buch ist in 3 Teile aufgeteilt. Im ersten Teil wird erklärt, wie man den Weg zur optimalen Ernährung findet. Vor allem hat mir in diesem Teil das Kapitel gefallen in dem Krankheiten näher erläutert werden und wie wir diese mit Hilfe unserer Ernährung lindern oder sogar heilen können. Bei meiner zu Neurodermitis neigender Haut hilft es zum Beispiel, wenn ich auf Tiermilchprodukte, Eier und Weizen verzichte.
Im zweiten Teil werden uns die Grundlagen der menschlichen Ernährung erläuert. Vor allem das sehr lange Kapitel über Lebensmittel ist äußerst interessant. Wusstet ihr, dass man Kaffeeentzugserscheinungen haben kann? Eine Freundin von mir meinte, dass Sie ihre Kopfschmerzen und Migräneanfälle mit Kaffee lindern kann, dabei sind es nur die Entzugserscheinungen, die sie bekommt, wenn sie keinen Kaffee trinkt.
Im dritten Teil geht es dann speziell um pflanzliche Lebensmittel. Allgemein plädieren die Autoren auf eine eher fleischfreie Ernährung und das wird in diesem Teil nochmal genauer erläutert. Für mich als Fleischgenießerin manchmal etwas provokant, aber wer sich gesund ernähren möchte muss eben auch mal Kompromisse eingehen.

Das Buch an sich ist ein wahrer Schinken und lässt sich als Sachbuch auch nicht so einfach lesen wie ein Roman. Wer aber nur eben kurz etwas nachschlagen möchte findet zu fast jedem Thema einen grünen Kasten, in dem Übungen oder allgemein kurz zusammengefasste Tipps erläutert werden. Außerdem lässt das Buch auch viel Platz für eigene Notizen an den äußeren Rändern. Teilweise fassen die Autoren hier auch schon in einem kurzen Satz in grüner Schrift ein Kapitel zusammen oder heben wichtige Aspekte vor. Was mir auch super gefallen hat, ist das die Autoren ganz viele Fallbeispiele aus der Praxis einfließen haben lassen. Das macht das ganze noch etwas nahbarer und man fühlt sich bei manchen Dingen nicht ganz allein und es wird klar, dass es für Probleme auch eine Lösung gibt, die funktioniert.

Für mich ist Klartext Ernährung eine absolute Empfehlung für alle, die sich noch nie mit Ernährung beschäftigt haben, oder für Menschen, die nach einem Standartwerk zum Nachschlagen suchen. Es muss einem nur klar sein, dass das keine Lektüre ist, die man an zwei Tagen durch hat, da tatsächlich auf jeder Seite neues Wissen vermittelt wird. Nachdem ich nun alles in Ruhe gelesen habe und mir so einige Sachen, die vor allem mich betreffen, markiert habe, werde ich das Buch jetzt noch mal studieren und mir Notizen machen und mich an Dinge und Tipps setzten, die ich bisher noch nicht umgesetzt habe.


Dr. med. Petra Bracht

Klartext Ernährung

Die Antworten auf alle wichtigen Fragen
Wie Lebensmittel vorbeugen und heilen
von den Bestsellerautoren Erscheinungstermin: 11. Mai 2020

Mit der richtigen Ernährung zu einem gesunden Körper – dieses Ziel teilen viele Menschen. Über kaum ein Thema jedoch streiten sich die Fachleute leidenschaftlicher als darüber, was unserem Körper guttut. Die führenden Ernährungsexperten Dr. med. Petra Bracht und Prof. Dr. Claus Leitzmann bringen ihr Fachwissen aus vielen Jahrzehnten Forschung und Praxis zusammen, um endlich Licht ins Dunkel zu bringen. Welche Lebensmittel sind wirklich gesund? Welche Nährstoffe brauchen wir und in welcher Menge? Welche Diäten und Trends schaden mehr, als dass sie helfen? Sollte man Gluten und Laktose wirklich meiden? Mit den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und einer klaren Sprache zeigen die Ernährungsmedizinerin und der Ernährungswissenschaftler fachkundig, wie gute Ernährung gelingt und wie sie zur Förderung der Selbstheilung beiträgt. Die Autoren räumen mit Diäten und Produkttrends auf, die uns täglich als gesund verkauft werden und erklären, wie wir Unverträglichkeiten und Krankheiten wie Allergien, Osteoporose, Krebs, Demenz und vielen anderen vorbeugen können. Das große Wissensbuch zum Thema Essen und ein Plädoyer für pflanzliche und nachhaltige Ernährung.
Mit einem Vorwort von Prof. Dr. Andreas Michalsen und einem Extra-Kapitel zu Ernährung und Infektionskrankheiten (Corona).

Rezension: Max Seeck – Hexenjäger


Hallo ihr Lieben,

ich wünsche euch allen ein frohes, neues Jahr 2021 und hoffe ihr seid alle gut rein gerutscht.

In den 4 Tagen, die das neue Jahr schon alt ist, habe ich bereits zwei Bücher beendet. Das erste war Hexenjäger von Max Seeck aus dem Bastei Lübbe Verlag. In dem Thriller jagen die Komissare um das Team von Jessica Niemi einen perfiden Killer, der seine Morde detaillgetreu nachstellt. Sein Vorbild sind die Morde einer weltweit bekannten Bestsellertrilogie des Autors Roger Koponen, dessen Frau als erstes Opfer gefunden wird. Die Polizei ermittelt mit Hochdruck, da immer mehr Opfer auftauchen, die komischerweise alle Jessica Niemi ähnlich sehen, doch der Täter scheint den Komissaren immer einen Schritt voraus zu sein.

Der Auftakt des Buches war super stark und ich hab mich sehr gut unterhalten. Meinen schnellen Lesefluss haben vor allem die relativ kurzen Kapitel, die meist nur 3-5 Seiten lang waren, bestimmt. In der Mitte hatte das Buch dann jedoch so seine längen und ich kam mit der Einteilung der Zeit nicht wirklich zurecht. Letzendlich passiert das Buch innerhalb von 2-3 Tagen, die sich aber immer wie ein viel längerer Zeitraum angefühlt hatten, weshalb ich oftmals total verwirrt war. Kurz vor Ende wurde es dann noch mal so richtig spannend und ich hab mich unglaublich auf das Ende gefreut wurde aber leider etwas enttäuscht. Die Morde bzw. die Motive wurden relativ abrupt und verwirrend aufgelöst, so dass ich nicht wirklich hinterher kam und das große Chaos in meinem Kopf blieb.
Bei dem Buch handelt es sich um den Auftakt einer Trilogie, die ich nicht weiter verfolgen werde.

Ich gebe dem Buch 2,5/5 ♥


Klappentext:
Der Mörder geht nach einem perfiden Plan vor: Detailgetreu stellt er die Morde einer Bestseller-Trilogie nach. Und die sind äußerst brutal und erinnern an mittelalterliche Foltermethoden. Die Opfer – allesamt Frauen. Ist ein Fan der Trilogie durchgedreht? Kommissarin Jessica Niemi und ihr Team ermitteln unter Hochdruck, doch der Mörder ist ihnen immer einen Schritt voraus. Die Ermittler tappen im Dunkeln, bis ihnen klar wird, dass die Opfer Jessica Niemi erschreckend ähnlich sehen …

ISBN: 9783785727126
Preis: 16€ broschiert

Werbung – Leseexemplar

Lesemonat August

Hallo ihr Lieben,

ich hab mir schon länger überlegt, ob ich nicht mal meinen Lesemonat und ein paar kleine Eindrücke zu meinen gelesenen Büchern posten sollte und ja, jetzt sind wir hier und ich begrüße euch ganz, ganz herzlich zu meinem Lesemonat August!
Diesen Monat hatte ich meine erste Urlaubswoche als ausgelernte Buchhändlerin und diese hab ich, vor allem auch aufgrund der heißen Temperaturen, zum Lesen und Schlafen genutzt. Was für ein grandioses Gefühl von Freiheit, wenn man nicht mehr auf eine bevorstehende Prüfung lernen muss!


Mein erstes Buch war der neue Roman der mittelfränkischen (da komm ich übrigens auch her 😉 ) Autorin Emily BoldStolen-Verwoben in Liebe„. Das Buch habe ich auf Bookbeat als Hörbuch angehört, werde es mir aber vermutlich aufgrund der schönen Aufmachung auch noch ins Regal stellen. Ich liebe ja farbige Buchschnitte und der ist bei diesem Buch besonders schön. In dem Buch geht es um Abby, die als Problemkind gilt und so von Pflegefamilie zu Pflegefamilie „weitergereicht“ wird. Doch dann kommt Florence und nimmt sich Abbies Schicksal an und schickt sie auf ein Internat für Schwererziehbare. Dort trifft sie auf die charismatischen und geheimnisvollen Trembley Brüder, die es ihr beide angetan haben. Doch als sie im Auftrag eines Lehrers den Ring von Bastian stehlen soll, um so ihre Probleme zu verarbeiten, weiß Abby noch nicht, dass sie einen großen Fehler begangen hat.
Ein tolles Romantasybuch, auf dessen 2. Band ich mich schon sehr freue.
3,5/5 ★


Im August kam das neue Buch vom Wiener Autor Robert Seethaler heraus. In diesem beschreibt er die letzte Reise des Komponisten und Dirigenten Gustav Mahler. Er befindet sich schwer krank auf einem Schiff auf dem Weg zurück nach Europa, lässt sich dort von einem Schiffsjungen umsorgen und lässt sein Leben revué passieren, da er nicht mehr lange hat. Ein wirklich toller Roman über das Leben eines der bekanntesten Männer dieser Zeit, über Glück und Verluste. Leise, sehr poetisch und auf knapp 126 Seiten doch etwas schwer!
4/5 ★


Dann kam mein absolutes Jahreshighlight im Jugendbuchbereich! Cryptos von Ursula Poznanski. Ein Mix aus Sword Art Online und Tribute von Panem. Ich konnte nicht aufhören zu lesen und würde am liebsten wieder an den Punkt springen, als ich das Buch bekommen habe, um es nochmal zu lesen und nochmal diese Eindrücke zum ersten Mal zu erleben. Ein wirkliches Herzensbuch, welches ich nicht mehr in meinem Regal missen möchte. Eine Verfilmung davon wäre sicherlich auch sehr interessant.
10/5 ★


Mein Hörbuch für diesen Monat war „Weiß“ von Han Kang. Viele werden die Autorin von ihrem Erfolg „Die Vegetarierin“. In dem Buch verarbeitet das lyrische Ich seine Kindheit. Das Buch wird sehr ruhig und leise erzählt und lässt sich super mit den Attributen der Farbe Weiß kombinieren, ist jedoch nichts für Fans von Spannung, denn die findet man hier nicht. Ein schönes Buch für zwischendurch, aber leider kein Überflieger.
2,5/5 ★


Die Bücher von Sophia Chase lese ich nun schon seit einiger Zeit. Sie bieten eine sexy Alternative, um einfach mal vom Alltag abzuschalten. Auch „Hate the CEO“ konnte mich wieder kriegen und ich wurde super unterhalten! Eine ausführlichere Meinung gibt es in meinem Instagram-Post.
4/5★


Was habt ihr diesen Monat so gelesen? Kennt ihr vielleicht eines der oben genannten Bücher? Schreibt es mir gerne in den Kommentaren.

Habts fein! 🙂

der Gott der Stadt

Auf einem Häuserblocke sitzt er breit.
Die Winde lagern schwarz um seine Stirn.
Er schaut voll Wut, wo fern in Einsamkeit
Die letzten Häuser in das Land verirrn.
Vom Abend glänzt der rote Bauch dem Baal,
Die großen Städte knien um ihn her.
Der Kirchenglocken ungeheure Zahl
Wogt auf zu ihm aus schwarzer Türme Meer.
Wie Korybanten – Tanz dröhnt die Musik
Der Millionen durch die Straßen laut.
Der Schlote Rauch, die Wolken der Fabrik
Ziehn auf zu ihm, wie Duft von Weihrauch blaut.
Das Wetter schwelt in seinen Augenbrauen.
Der dunkle Abend wird in Nacht betäubt.
Die Stürme flattern, die wie Geier schauen
Von seinem Haupthaar, das im Zorne sträubt.
Er streckt ins Dunkel seine Fleischerfaust.
Er schüttelt sie. Ein Meer von Feuer jagt
Durch eine Straße. Und der Glutqualm braust
Und frisst sie auf, bis spät der Morgen tagt.

-Georg Heym

Die Literaturepoche des Expressionismus hat mich irgendwie schon immer inspiriert und mich begeistert. Ich mag die Stimmung, die in den Werken herrscht und vor allem Georg Heym hat es mir angetan. Umso mehr hab ich mich gefreut, als ich gesehen hab, dass Christiane Neudecker ein Buch in dem er Teil ist, geschrieben hat und sein bekanntestes Werk als Titel verwendet worden ist.

Ein paar Jahre nach der Wende zieht Katharina von Nürnberg nach Berlin, um dort ein Regiestudium zu absolvieren. Als am 16. Januar ein Kommilitone erhängt im Theatersaal stirbt, ahnt noch keiner eine Verbindung zu Georg Heyms ertrinken am 16. Januar 1912, dessen Faust-Fragment auf dieser Bühne gespielt werden sollte.

Ein wirklich gelungener Roman, der mich noch mehr in diese expressionistische Welt entführt hat. Christiane Neudecker hat einen fantastischen Schreibstil, unglaublich atmosphärisch und hat mich damit komplett in ihren Bann gezogen.
Außerdem konnte ich diesem Buch auch noch viel über meinen Lieblingsexpressionisten und dessen Faust-Fragments lernen, denn die Autorin schafft es Wirklichkeit und Fiktion verdammt gut zu vermischen!

Ich hab jetzt auf alle Fälle große Lust mir einen Gedichtband von Georg Heym zu holen und noch mehr über diesen Expressionisten kennen zu lernen.